FAQs – Häufig gestellte Fragen

Im nachfolgenden FAQ beantwortet die Peter Leuenberger AG die häufigsten Fragen im Zusammenhang mit dem Kaminfeger, Heizungen, Rauchgasmessungen etc. Haben Sie weitere Fragen zögern sie nicht und Kontaktiern Sie uns.

Werden Öl und Gas Heizungen verboten?

Für den Ersatz von fossiler Wärmeerzeugung in Wohnbauten sind weitere Auflagen in Planung. In den Jahren 2018 bis 2020 sollen die Normen der sogenannten «Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich» (MuKEn 2014) in die kantonalen Energiegesetze aufgenommen werden. Die MuKEn 2014 sehen unter anderem vor, dass beim Ersatz von Öl- oder Gasheizungen unter gewissen Bedingungen ein Anteil der Wärme durch erneuerbare Energiequellen zu erzeugen ist. Ein Verbot von Ölheizungen steht aber nicht zur Debatte

Durch vereinzelte missverständliche Medienberichte sind die Besitzer von Ölheizungen heute teilweise verunsichert, was die Zukunft für sie bringen wird. Der «MuKEn-Leitfaden für Ölheizungen» der Informationsstelle Heizöl schafft Klarheit: Er zeigt übersichtlich die verschiedenen Möglichkeiten auf, die sich für Gebäude mit Ölheizungen auch nach der Einführung der MuKEn anbieten. Wer bspw. einen Anteil erneuerbare Energie für die Wärmeerzeugung installieren möchte oder muss, ist gut beraten, wenn er bei der Ölheizung bleibt und diese zum Beispiel mit einer Solarthermieanlage kombiniert.

MuKEn-Flyer

Flyer Heizungsverbot MuKEn

Was ist bei einem Kaminbrand zu tun?

  1. Ruhe bewahren
  2. Feuerwehr benachrichtigen (Telefonnummer 118 oder 112)
  3. Verständigen Sie wenn möglich Ihren zuständigen Kaminfeger
  4. Personen und Tiere in Sicherheit bringen
  5. Schieber und Klappen zu 2/3 schliessen (nie ganz schliessen!)
  6. Luftzufuhr bei der Feuerungsanlage schliessen
  7. Kontrolle der Feuerung, resp. Kaminanlage auf der ganzen Länge auf Rauch oder Feueraustritt
  8. Schliessen Sie jegliche Fenster/Dachluken (besonders wichtig auf dem Estrich)
  9. Schütten Sie niemals Wasser in den brennenden Kamin!

Merkblatt der GVB für die Feuerwehren

Kann ich mein Kaminfeger selber wählen / aussuchen?

Im Kanton Bern besteht zurzeit ein Kaminfegermonopol. Das heisst, dass die Kaminfeger fix zugeteilt sind. Im Streitfall, resp. im Fall von Unzufriedenheit kann ein Kaminfegerwechsel beim zuständigen Regierungsstatthalter beantragt werden.

 

Was bedeuten die verschiedenen Heizölsorten “Extraleicht” (EL) und “Ökoöl”?

Die Anforderungen an das Heizöl, das in der Schweiz verbrannt werden darf, sind in der LRV (Anhang 5, Ziffer 1) geregelt.

Öl-Qualität Euro (EL) Öko-schwefelarm
Schwefelgehalt max. mg/kg 1‘000 50
Stickstoffgehalt max. mg/kg Nicht limitiert 100
Oberer Heizwert (Ho) min. kWh/l 10.6 10.6

Definition der Begriffe:

  • Schwefelgehalt (S)

    Der natürliche Anteil an Schwefel im Brennstoff wird von der Rohölqualität beeinflusst. Je nach Rohölsorte muss in der Raffinerie ein zusätzlicher Aufwand für die Entschwefelung geleistet werden. Der Schwefel oxidiert bei der Verbrennung zu SO2. Die sauren Abgase und Kondensate greifen Metalle an und fördern die Korrosion. Durch die alkalische Kesselreinigung wird die Oberfläche wieder neutralisiert.

  • Stickstoffgehalt (N)

    Im Brennstoff ist Stickstoff organisch gebunden. Er wird bei den heute eingesetzten Brennersystemen fast vollständig im Verbrennungsprozess zu Stickoxid NOx umgewandelt.

  • Oberer Heizwert (Ho)

    Der Heizwert wird umgangssprachlich unpräzise „Energiegehalt“ oder „Energiewert“ genannt. Mit dem Heizwert wird angegeben wie viel Energie pro Mengeneinheit im Brennstoff enthalten ist.

 

 

Wie häufig sind Heizungen, Öfen oder andere Feuerungseinrichtungen zu reinigen und zu kontrollieren?

Die Mindestanzahl der jährlichen Kontrollen oder Reinigungen ist im Brandschutzmerkblatt der Gebäudeversicherung Bern (GVB) festgelegt.

 

 

Ich habe ein Service-Abo, brauche ich den Kaminfeger trotzdem?

Ja, auch hier gelten die gesetzlichen Bestimmungen der Berner Gebäudeversicherung (GVB).

Kaminfeger als Glücksbringer?!

Der Kaminfeger gilt seit jeher als Glücksbringer. Dieser Status geht auf früher zurück, als Hausbrände schnell zu Quartier- oder Dorfbrände ausarteten. Der Kaminfeger reinigte und pflegte die Feuerungsanlagen und Feuerstätten, so dass weniger Brände entstanden. Wenn der Kaminfeger angefasst wird, bringt das Glück.

 

 

Wie viel Luft braucht eine Verbrennung?

Bei der Verbrennung wird gebundene chemische Energie in thermische Energie umgewandelt. Bei diesem Vorgang, der auch Pyrolyse genannt wird, oxidiert Sauerstoff mit reaktionsfreudigen Stoffen wie Kohlenstoff, Wasserstoff, Schwefel. Damit eine saubere und effiziente Verbrennung ablaufen kann, benötigt das Feuer eine entsprechende Menge Sauerstoff. Dieser Sauerstoff wird über die Verbrennungsluft zugeführt. Verbrennungsluft enthält zu 21 Prozent Sauerstoff, der bei jeder Verbrennung benötigt wird. Zusätzlich sind 78 Prozent Stickstoff in der Luft gebunden.

Als Richtwerte können folgende Angaben genutzt werden:

Für die vollständige Verbrennung von 1 Kubikmeter Gas oder 1 Liter Heizöl werden etwa 10 Kubikmeter Verbrennungsluft benötigt.

  • Ölofen 6 kW 20 m3/h
  • Gasofen 6 kW 10 m3/h
  • Holzofen / Holzkochherd 12 kW 85 m3/h
  • Offenes Cheminée 6 kW 300 m3/h (Entspricht einer Feuerraumöffnung von 0.5 m2)

Damit diese Mengen Verbrennungsluft auch zum Feuer gelangen, sind entsprechende Öffnungen ins Freie zu gewährleisten, sei dies über ein LAS (Luft Abgas System), über ein schräggestelltes Fenster, einer separaten Zuluft-Leitung oder ganz einfach mit einer Öffnung in der Wand.

Faustformel für die überschlägige Berechnung des Zu- oder Abluftquerschnittes.

A = K x P (> 150 cm2)

A = Lichter Zu- oder Abluftquerschnitt in cm2

P = Nennwärmeleistung des Feuerungsaggregates in kW

K = Beiwert (abhängig von der Art des Brennstoffes und von der Konstruktion des Feuerungsaggregates)

Für feste Brennstoffe (Holz): K = 10.3

Für flüssige Brennstoffe:

  •  Naturzugfeuerung K = 8.6 (Ölofen)
  •  Überdruckfeuerung K = 6.0 (Heizung mit Gebläsebrenner)

 

Für eine optimale Lösung fragen Sie uns, Ihren Kaminfeger.